Dein Video-Leitfaden · Einführung + 3 Lernvideos
Schön, dass du da bist! So bleibt dein Pferd still stehen
Hier findest du alle Videos deines Video-Leitfadens. Schau sie dir am besten der Reihe nach an, denn sie bauen aufeinander auf. Nimm dir Zeit für jeden Schritt und übe ihn im Alltag, bevor du zum nächsten gehst.
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Start: Warum Stillstehen so wichtig ist
Bevor es losgeht, erkläre ich dir in der Einführung, warum Stillstehen viel mehr ist als eine Gehorsamsübung und warum es sich lohnt, hier Zeit zu investieren.
Darauf kommt es an:
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Sicherheit für Mensch und Pferd: Ein zappelndes Pferd kann sich selbst und andere verletzen, zum Beispiel beim Putzen, Satteln, Hufe geben oder Aufsteigen.
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Vertrauen: Ein Pferd, das ruhig stehen kann, ist entspannt, aufmerksam und mit dir verbunden.
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Basis für die Ausbildung: Aufsteigen ohne Hektik, Bodenarbeit, Longieren, Verladen, Hufpflege und Tierarzt bauen alle darauf auf.
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Erleichterung im Alltag: beim Anbinden, beim Anlegen von Decken und Bandagen, beim Waschen, Scheren oder Warten.
1. Im Alltag integrieren
Im ersten Teil zeige ich dir, wie dein Pferd ganz nebenbei lernt, ruhig und entspannt stehen zu bleiben, ohne dass du extra Trainingseinheiten einplanen musst. Der Schlüssel: Du baust es in deinen Alltag ein.
So gehst du vor:
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Seil locker halten: Dein Pferd soll sich nicht festgehalten fühlen. Trotzdem kannst du jederzeit ruhig und klar korrigieren.
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Ruhig korrigieren: Macht dein Pferd ungefragt einen Schritt, stellst du es ruhig, aber konsequent an seinen Platz zurück. Ohne Ärger, ohne Strafe, aber eine klare Korrektur. So versteht es: Stehenbleiben ist gerade die Aufgabe und es ist dir wichtig, wo es steht.
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Jede Gelegenheit nutzen: beim Putzen, beim Satteln oder einfach beim Warten. Durch die Wiederholung wird Stillstehen für dein Pferd ganz selbstverständlich.
2. Loslassen lernen
Im ersten Teil hat dein Pferd gelernt, ruhig zu stehen, während das Seil locker ist. Klappt das zuverlässig, legst du das Seil vor deinem Pferd auf den Boden und vergrößerst Schritt für Schritt den Abstand zwischen euch.
So gehst du vor:
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Klein anfangen: Entferne dich bewusst einen kleinen Schritt. Bleibt dein Pferd stehen, kehrst du nach wenigen Sekunden ruhig zurück und lobst es.
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Langsam steigern: Vergrößere den Abstand nach und nach, aber nur so weit, wie dein Pferd entspannt bleiben kann.
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Genau beobachten: Wird es unruhig, schaut sich um oder macht Anstalten loszugehen? Dann warst du einen Schritt zu weit. Kein Problem: Geh wieder etwas näher heran und gib ihm die Sicherheit, die es braucht.
⚠️ Wichtig: Übe das nur in einem sicheren, umzäunten Bereich.
Mit Geduld und Lob lernt dein Pferd: Stillstehen ist etwas Positives, auch wenn du nicht direkt daneben bist.
3. Vertrauen auf Distanz
Bleibt dein Pferd zuverlässig stehen, auch wenn du dich ein paar Schritte entfernst? Dann geht es jetzt weiter: Du verschwindest kurz aus seinem Blickfeld. Das ist eine neue Herausforderung, denn viele Pferde fühlen sich unsicher, wenn sie dich nicht mehr sehen. Deshalb gehst du diesen Schritt ganz behutsam und steigerst die Herausforderung nur langsam.
So gehst du vor:
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Klein anfangen: Verschwinde nur für einen Augenblick hinter einer Ecke oder Stallwand und komm gleich wieder zurück.
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Dauer steigern: Bleibt dein Pferd stehen? Super! Dann verlängerst du die Zeit langsam.
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Ruhig neu starten: Bewegt es sich, gehst du ruhig zurück, stellst es wieder an seinen Platz und beginnst erneut. So lernt dein Pferd: Du kommst immer wieder, und es kann sich auf dich verlassen.
⚠️ Wichtig: Sicherheit hat auch hier oberste Priorität. Übe diesen Schritt ausschließlich in einem sicheren, umzäunten Bereich, damit dein Pferd nicht weglaufen kann, falls es sich doch einmal erschreckt.
Mit diesem Training stärkst du nicht nur die Geduld deines Pferdes, sondern auch euer gegenseitiges Vertrauen. Ein großer Schritt in Richtung Gelassenheit, für euch beide.
Zusammenfassung: So lernt dein Pferd stillzustehen
Hier hast du alle Schritte noch einmal auf einen Blick, perfekt zum Nachlesen am Stall.
1. Im Alltag integrieren
Seil locker halten, ungefragte Schritte ruhig und konsequent korrigieren und jede Gelegenheit im Alltag nutzen: beim Putzen, beim Satteln, beim Warten.
2. Loslassen lernen
Seil vor dein Pferd auf den Boden legen, den Abstand langsam vergrößern und genau beobachten, wie entspannt dein Pferd noch ist. Ruhiges Stehen loben, bei Unsicherheit wieder näher herangehen.
3. Vertrauen auf Distanz
Kurz aus dem Blickfeld verschwinden, die Dauer langsam steigern und bei jeder Bewegung ruhig zurückgehen und neu starten.
⚠️ Teil 2 und 3 übst du immer in einem sicheren, umzäunten Bereich.
Fazit:
Stillstehen ist keine Kleinigkeit. Es ist eine wichtige Grundlage, die Vertrauen schafft, Sicherheit gibt und euren Alltag leichter macht. Mit Ruhe, Klarheit und Geduld wird es für dein Pferd selbstverständlich, entspannt zu warten, ganz egal, ob du neben ihm stehst oder kurz weg bist.

Dein nächster Schritt: die Notbremse
Sicherheit auch im Sattel
Stillstehen ist die Grundlage für einen sicheren Umgang. Doch was ist, wenn dein Pferd unterm Sattel erschrickt und losrennt? Genau dafür gibt es die Notbremse: ein zuverlässiges Haltesignal, mit dem du dein Pferd auch in brenzligen Momenten ruhig anhalten kannst.
In meinem Mini-Onlinekurs „Die Notbremse für dein Pferd“ baust du sie Schritt für Schritt auf, erst am Boden und dann im Sattel. Mit etwa 15 Minuten Übung am Tag.
Ab 15.11. im Vorverkauf · Kursstart am 11. Dezember
Ich sage dir per E-Mail Bescheid, sobald du dir deinen Platz sichern kannst.
